Maximilian Geuter
Die Krone der Schöpfung
02. - 22. März 2012

 

In all seinen bisherigen Arbeiten versucht Maximilian Geuter, Einblick in die Welt eines zeitgen√∂ssischen Individuums zu gew√§hren. Ziel ist, das Erlebte, unsere gemeinsame Zeit, die Gef√ľhle und das daraus resultierende Handeln zu dokumentieren und zu beschreiben. 

Geuter beschränkt sich dabei nicht auf bloße Chronistentätigkeit, sondern produziert ästhetische Bildarbeiten mit Tiefenwirkung. Das Material hält dem aufmerksamen Betrachter den Spiegel vor, in dem er eigene Verformungen entdecken kann und zum lustvollem Nachdenken angestiftet wird. Zielsicher verbindet Geuter dokumentarische und fiktionale Elemente zu ganz eigenen, ganz besonderen Szenographien.
Hierf√ľr saugt er die uns alle umgebenden und pr√§genden Inspirationen auf, sch√ľttelt und mixt sie, um sie schlie√ülich in verdichteter Form zu servieren. 
W√§hrend dieser Transformation wechselt er mehrmals das Medium: Zun√§chst erstellt er digitale Collagen, die er anschlie√üend auf Polaroid Trennbildfilm abfotografiert. Daraus entwickelt er Image-Transfers auf Aquarellpapier, die er entweder als solche im Original oder als hochaufl√∂send gescannte Pigment-Prints auf B√ľttenpapier pr√§sentiert. 

Die Serie "Die Krone der Sch√∂pfung" handelt vom Menschsein; 
von Veränderung, von Verantwortung und großer Sehnsucht, vom Augenzwinkern und von der Tatsache, dass alles eins, aber auch alles ersetzbar ist. Vor allem die Krone.
Die fortw√§hrende Umgestaltung, hier sichtbar als Neubesetzungen auf alte R√ľmpfe, ist Teil jeder gesunden Entwicklung. Sie steht aber auch beispielhaft f√ľr eine Fake-World, die sich durch st√§ndig wachsende Gier, Uniformit√§t, Realit√§ts- und Moralverlust auszeichnet.
Geuters Schöpfungen, die auf den ersten Blick befremdlich wirken und schwer einzuordnen sind, laden bei genauerer Betrachtung zum Überdenken erlernter Vorstellungen von Hierarchie und Realität ein.